Kommt das Luftkissenboot eines Tages zurück?

Hovercraft in Calais, ©wikipedia, Christopher Kern
Hovercraft in Calais, ©wikipedia, Christopher Kern
Der ein oder andere erinnert sich wohl noch an die Ära der Luftkissenboote, in England „Hovercraft“ genannt, die ihre Hochzeit hauptsächlich in den 70er Jahren erlebten. Faszinierende Fahrzeuge waren das, erinnerten sie doch eher an Raumschiffe als an sonst irgendein bekanntes Fortbewegungsmittel. Elegant schwebten diese futuristischen Dinger auf einem „Luftkissen“ über Wasser und über Land, konnten so beinahe jedes Hindernis überwinden. Wie die Technik genau funktioniert, kann man auf wikipedia nachlesen.
Eine ganz neue Ära von Mobilität versprachen diese Fahrzeuge. Sie vermittelten eine Vorstellung von Fortschritt und Zukunft und waren sogar als Autofähren viele Jahre (im wahrsten Sinne des Wortes) AUF dem Ärmelkanal erfolgreich im Einsatz – bis sie eher lautlos zunächst aus dem Fokus der Öffentlichkeit und schließlich auch von der Bildfläche verschwanden. Doch warum eigentlich? What happened to passenger hovercraft? fragt das BBC magazine in einem sehr interessanten Artikel. So faszinierend die Idee und die Technik dahinter auch waren, letzten Endes scheiterten die Hovercrafts am Lärm, den die vielen Propeller verursachten und an den Kosten gegenüber konventionellen Verkehrsmitteln.
Hovercraft in Ryde ©wikipedia, Editor5807
Hovercraft in Ryde ©wikipedia, Editor5807
Nichtsdestotrotz, es gibt sie immer noch: In Großbritannien verkehren nunmehr seit 50 Jahren kleinere Luftkissenboote zwischen Southsea und Ryde auf der Isle of Wight. Da Ebbe und Flut hier enorme Unterschiede in der Erreichbarkeit verursachen, ist das Hovercraft immer noch das am besten geeignete Verkehrsmittel, da es unabhängig vom Wasserstand sein Ziel erreichen kann. Derzeit werden sogar zwei neue Schiffe gebaut. Auch für militärische Zwecke sind Luftkissenboote weiterhin im Einsatz. Vielleicht könnte diese Technik mit modernen, leisen Elektroantrieben sogar bald eine echte Renaissance erleben.

Ein E-Bike wie es sein soll

MotoredBikes.com
MotoredBikes.com: Cooles E-Bike
E-Bikes können inzwischen auch richtig cool sein, wie ein amerikanischer Bastler im Forum MotoredBikes.com zeigt. Der E-Bike-Antrieb bei diesem umgebauten Phoenix Bike ist im Hinterrad integriert, die Batterie in der Lenkertasche.

Wir landen auf dem Mars!

NASA-Video Mars-Landung
NASA-Video Mars-Landung
Am 6. August 2012 landete der Mars-Rover Curiosity auf dem Mars. Die US-Weltraumbehörde NASA hat nun ein hochauflösendes Video von der Landung veröffentlicht, das aus hoch aufgelösten Bildern generiert wurde, die die an dem Rover angebrachte Kamera MARDI (Mars Decent Imager) aufgezeichnet und an die Erde gesendet hatte. Im Hintergrund sind die Funksprüche und die Reaktionen der im Kontrollzentrum anwesenden NASA-Mitarbeiter zu hören.

14 Kopfbahnhöfe in einer Stadt

Hier einmal zwei Fotos aus London: London Victoria Station und London Liverpool Station um die Mittagszeit.

London Victoria Station by SCRITTI
London Victoria Station by SCRITTI

London Liverpool Street by SCRITTI
London Liverpool Street by SCRITTI
Die Züge fahren in der Regel halbstündlich in alle Richtungen, in der rush-hour wird der Takt weiter verdichtet. Dies sind nur zwei von insgesamt 14 Kopfbahnhöfen in London. Wenn man das Treiben in der Metropole verfolgt, fragt man sich erst recht, wie irgendjemand mit ein bisschen Verstand überhaupt auf die Idee kommen kann, in einer Großstadt wie Stuttgart einen funktionierenden Kopfbahnhof mit 16 Gleisen und zahllosen Ausbau-Optionen für die Zukunft in einen unterirdischen Flaschenhals mit nur vier Gleisen pro Richtung verwandeln zu wollen. Eine solche Ideen würde in die USA der 50er Jahre passen, als das Siechtum der Eisenbahn begann und die Auto- und Öllobby alles daran setzte, ein gut funktionierendes Transportsystem zu zerstören. Aber mitten im Europa des 21. Jahrhunderts?

Brückenbus als Zukunft der Mobilität?

China 3d-Express-Bus-System
China 3d-Express-Bus-System
Das Unternehmen HS Future will bei der Lösung der chinesischen Verkehrsprobleme ganz neue Wege gehen. Wo der Platz für Autos und öffentliche Verkehrsmittel zu knapp ist, sollen künftig auf Schienen fahrende Bus-Brücken („3D Express-Bus“) für Abhilfe sorgen. Ähnlich wie bei einer Auto-Fähre sitzen die Fahrgäste im Obergeschoss, während unter ihnen die Autos ganz normal auf der Straße fahren. Ende August ist das Pilotprojekt von einem großen Lokomotivunternehmen übernommen worden, das sofort mit der Produktion beginnen will. Es wird erwartet, dass man in Beijing zu Ende nächsten Jahres im Bezirk Mentougou in den Brückenbus einsteigen kann.