Hotel-Tipp: Premier Inn in London Sidcup

Sidcup Premier Inn Zimmer
Zimmer im Premier Inn in Sidcup

London ist ja bekannt für seine hohen Hotelpreise. Die Preise schwanken täglich, und man findet zwar immer wieder mal Schnäppchen außerhalb der Saison, oft ist jedoch unter 100 Euro kaum ein wirklich komfortables Hotelzimmer zu finden. Wer nicht unbedingt mitten im Zentrum sein muss und kein Vermögen für ein hochwertiges Hotel ausgeben möchte, dem empfehle ich die etwas außerhalb gelegenen Hotels der Kette Premier Inn. Premier Inn bietet sehr guten Service zu meist zivilen Preisen. Das ziemlich neue Premier Inn in Sidcup im Süden von London ist für mich immer wieder eine gute Wahl.

Platz vor Premier Inn in Sidcup
Blick auf die Umgebung vom Premier Inn in Sidcup

Das Hotel liegt in einer ruhigen Wohngegend und im grünen Umland. Hier gibt es Zimmer schon ab 40 Pfund die Nacht. Die Zimmer sind geräumig, technisch und optisch auf dem neusten Stand mit allem, was man als Reisender braucht, inklusive Badewanne. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Hotelneubaus befinden sich ein Supermarkt, Restaurants, Pubs und im selben Gebäude ein Coffeeshop.

Sidcup Costa Coffeeshop
Sidcup Costa Coffeeshop

Dort kann man morgens gemütlich frühstücken, sofern man kein Frühstück im Hotel gebucht hat. Das Hotel verfügt übrigens wie bei Premier Inn üblich über ein ganz gutes Restaurant mit ebenso zivilen Preisen. Direkt schräg gegenüber vom Hotel befindet sich der kleine Bahnhof von Sidcup. Von hier fahren werktags tagsüber alle 15 Minuten Züge von Southeastern nach London Charing Cross oder Cannon Street, beide Stationen befinden sich am nördlichen Ufer der Themse. Die Züge halten teilweise auch in London Bridge, bis hierhin dauert die Fahrt 22 bis 25 Minuten.

Sidcup Station Southeastern
Sidcup Station Zug von Southeastern

Das ist bequem und geht schnell, da manche Züge nur wenige Stopps haben. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten (6:30-9:30 und 16-19 Uhr), also „Off Peak“ kostet die einfache Fahrt mit Oyster Card 3,30 Pfund. Preise für Einzelfahrten kann man auf der entsprechenden TFL-Seite abfragen. Außerdem fahren von Sidcup auch Busse in alle Richtungen. Unter anderem gibt es eine direkte Linie nach Greenwich. Bustickets kosten generell 1,50 Pfund, man kann einmal umsteigen, ohne erneut zahlen zu müssen. Und nach einem anstrengenden Tag mit Sightseeing in der City ist es manchmal gar nicht so schlecht, wenn man sich am Abend in einen etwas ruhigeren Stadtteil zurückziehen kann. Eine Bahnstation näher an London liegt in der Nachbarschaft von Sidcup auch das ebenso neue Premier Inn New Eltham. Hier muss man allerdings ein paar Minuten von der Bahnstation New Eltham bis zum Hotel laufen.

Leaving London, auf nach Berlin!

London Docklands
Blick auf die London Docklands von Greenwich Park aus: Es wird viel gebaut, aber leisten kann sich solch eine Wohnung kaum jemand mit normalem Einkommen | ©SCRITTI
Trotz oder gerade wegen des Baubooms in London verlassen immer mehr Menschen die Hauptstadt: Sie können sich das Leben dort schlicht nicht mehr leisten oder sind es leid, horrende Summen für ein Minizimmer am äußeren Stadtrand zu bezahlen. Der Guardian berichtet immer wieder darüber, wie etwa hier: Goodbye London: why people are leaving the capital. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich nun mit der Londoner Kreativszene, die in Berlin ihr neues Mekka gefunden hat: The Guardian: Creative young Brits are quitting London for affordable Berlin Viele Kreative sind begeistert vom Leben in Berlin, da man hier noch vergleichbar günstig wohnen kann, die Atmosphäre wesentlich entspannter ist als im always busy London und sowieso überall englisch gesprochen wird. Berlin ist inzwischen auf Platz drei der meist besuchtesten Städte in Europa (hinter Paris und London an der Spitze). Während 2013 noch rund 10,000 Briten in Berlin lebten, sind es inzwischen fast 14.000. Und wenn es in London so weiter geht wie bisher, werden sicherlich noch einige dazu kommen. So sagt Scott van Looy, der seit 2012 Berlin für eine britische Firma arbeitet: “[In Berlin] there’s a sense of people doing things for themselves, for all the right reasons. In London, it’s office work, bars, sleep, repeat.”