Fundstück: Doppelstock als Straßenbahn in Como

In Como gibt es eine Bahnlinie, die wie eine Straßenbahn parallel zur Straße mitten durch die Stadt führt. Die Strecke vom Bahnhof Como Nord direkt am Seeufer unmittelbar neben der historischen Altstadt wird von der Ferrovie Nord Milano (heute Trenord) betrieben und führt von Como über Saronno bis nach Mailand. Die Züge verkehren alle halbe Stunde und benötigen etwa eine Stunde bis zum Bahnhof Milano Cadorno. 1927–1930 wurde die Strecke doppelspurig ausgebaut, wobei der Abschnitt Como Camerlata – Como Lago einspurig blieb. Der Grund: Der letzte Abschnitt der Strecke war ursprünglich eine Straßenbahnlinie, die in die neue Eisenbahnverbindung intergriert wurde. So kommt es, dass man noch heute im Doppelstockzug wie in der Tram durch die Straßen von Como fahren kann. Es ist die zweite Bahnstrecke, die neben der Hauptstrecke der FS vom Bahnhof Como San Giovanni aus von Como nach Mailand führt.

Schöner Bahnfahren: Am Lago d’Iseo

Le Nord Iseo GTW 2/6
Trenord mit GTW 2/6 am Lago d’Iseo
Hier mal eine kleine Impression vom Lago d’Iseo 2015 bei Sulzano. Seit 2011 sind auf der landschaftlich extrem reizvollen Bahnlinie Brescia – Iseo – Edolo der Bahngesellschaft Trenord, die teilweise entlang des felsigen Ostufers des Lago d’Iseo führt, acht Dieseltriebwagen vom Typ GTW 2/6 von Stadler im Einsatz. In Italien haben diese die Bezeichnung Autotreno TN ATR 115. Eine Reise auf dieser Strecke lohnt sich immer. Man kann sie sogar in einen kompletten Nord-Süd-Trip mit Alpenüberquerung integrieren: Von der Endstation Edolo aus gibt es Busverbindungen in den Wintersportort Aprica und über den dortigen Pass mit einem weiteren Bus hinunter ins Veltlin nach Sondrio oder Tirano. In Tirano besteht Anschluss mit der berühmten Bernina-Bahn der Räthischen Bahn bis nach Chur. Von Sondrio aus geht es an den Comer See und Richtung Mailand.

Wer zahlt eigentlich für Stuttgart 21?

Spannend wie ein Krimi: Ein gut recherchierter Film erläutert sehr anschaulich, wer eigentlich bei Stuttgart 21 die Zeche bezahlt, wer profitiert und wie im verfilzten Baden-Württemberg geradezu italienische Verhältnisse herrschen. Jetzt wundert es nicht mehr, warum auf vielen Bahnstrecken im Ländle nur Schrottzüge fahren und die bisherige Landesregierung aus CDU und FDP Regionalverkehre partout nicht ausschreiben wollte…