Hotel-Tipp: Schöner schlafen in Berlin

Da ich seit Jahren regelmäßig nach Berlin reise und mich fast ausschließlich im Zentrum zwischen Hackescher Markt, Rosenthaler Platz, Rosa-Luxemburg-Platz und Alexanderplatz aufhalte, möchte ich heute einmal meine Lieblingshotels in dieser Gegend vorstellen. Man befindet sich hier zentral an der Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg und kann in der Regel alle wichtigen und interessanten Bereiche bequem zu Fuß erreichen: Unzählige Restaurants und Bars, die Volksbühne, den Alexanderplatz mit Shopping-Möglichkeiten, Kino und Fernsehturm, die zahlreichen Mode- und Designerläden rund um den Hackeschen Markt, die Museumsinsel oder die vielen alternativen Restaurants, Läden und Bars in Richtung Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Der S-Bahnhof Hackescher Markt sowie der S- und Regionalbahnhof Alexanderplatz mit Verbindungen in alle Himmelsrichtungen sind ebenfalls nicht weit. Seit 2016 bindet zudem die Tramlinie M8 den Berliner Hauptbahnhof direkt an das Viertel über Rosenthaler und Rosa-Luxemburg-Platz an. Man steigt aus dem ICE und ist in rund 15 Minuten am Ort des Geschehens. Weiterlesen „Hotel-Tipp: Schöner schlafen in Berlin“

London Spezial: Hidden Underground

Hidden-London
Ab Mittwoch 12. Juli 2017 gibt es wieder Tickets für verschiedene geführte Touren durch den Londoner Untergrund

Heute mal ein besonderer Tipp für alle London Besucher und Bahn Enthusiasten. Das London Transport Museum am Covent Garden (das übrigens wirklich einen Besuch wert ist!) bietet regelmäßig als „Hidden London“ geführte Touren im Londoner Untergrund an. Ähnlich wie beim Verein Berliner Unterwelten geht es dabei um stillgelegte oder nicht mehr genutzte Tunnel, versteckte Stationen und geheime Wege im weit verzweigten Londoner U-Bahnsystem. Die Touren bieten meist nur Platz für wenige Teilnehmer und sind daher oft Monate im Voraus ausgebucht. Um rechtzeitig über Termine und Tickets informiert zu werden, abonniert man am besten den Newsletter des London Transport Museums. Die nächste Runde im Ticket-Verkauf startet am Mittwoch, den 12 Juli. Newsletter-Abonnenten erhalten schon einen Tag vorher einen exklusiven Link. Wir haben im Mai 2017 eine Tour im Bahnhof Euston mitgemacht. Nach einer Einführung über die Geschichte des Bahnhofes und den Bau der verschiedenen unterirdischen U-Bahnlinien ging es hinunter zum Bahnsteig und durch eine Nebentür in einen stillgelegten Tunnel, der früher als Fußgänger-Verbindung zwischen den U-Bahnsteigen gedient hatte, aber Anfang der 1960er Jahre aufgegeben wurde. Heute dienen die Gänge hauptsächlich noch als Lüftungstunnel. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass eine in den Bahnhof einfahrende U-Bahn Luft vor sich her schiebt und nach draußen befördert, während der abfahrende Zug durch die dann einsetzende Sogwirkung wiederum Frischluft von außen ansaugt. Besonders interessant: An den Wänden befinden sich noch Reste der originalen Werbeplakate aus den frühen 1960er Jahren, so ein Werbeplakat für die Reise mit dem blauen Midland Pullman Zug in etwas über drei Stunden von Manchester nach London.

Reise-Tipp: Frühlingsgefühle in Eastbourne

Eastbourne ist ein populäres und traditionelles Seebad am Ärmelkanal in der Grafschaft East Sussex und mit knapp 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Sussex. London ist etwa 110 Kilometer oder eine eineinhalbstündige Zugfahrt entfernt. Nördlich liegen die bekannteren Seeorte und Fährhäfen Folkestone und Dover, südlich folgen Newhaven (ebenso mit Fährverbindungen nach Frankreich) und Brighton. Eastbourne liegt am östlichen Ende der South Downs, einer hügeligen Kreidelandschaft und dem bekannten Beachy Head, mit 162 Metern der höchste Kreidefelsen in Südengland. Zudem gibt es hier statistisch mit die höchste Anzahl an Sonnenstunden pro Jahr in Britannien. Wenn das mal kein Grund ist, einen Abstecher nach Eastbourne zu machen!

Eastbourne-Spring-Flowers
Eastbourne Promenade im Frühling

Im Vergleich zum großen und bekannteren Nachbarn Brighton geht es in Eastbourne eher gemächlich und traditionell britisch zu. Gerade im Frühjahr ist es eher beschaulich, manche finden es sogar regelrecht langweilig. Doch wenn man sich nach einer anstrengenden Woche mal ausruhen und sich am Meer entspannen will, ist man hier genau richtig. Während es in Brighton meist hektisch und lärmig zugeht und an der Seepromenade eine laute, nervige Straße den Strand von den endlosen Hotelketten trennt, kann man in Eastbourne abends ohne nervigen Verkehr die sehr schöne Strandpromenade und den nach einem Brand neu renovierten viktorianischen Pier in all seiner Pracht genießen. Besuchern aus Deutschland werden früher oder später die nicht zu übersehenden Gruppen mit deutschen, aber auch italienischen oder spanischen Teenagern auffallen. Ganze Schulklassen kommen das ganze Jahr über zu Sprachkursen nach Eastbourne. Im Sommer kann es daher abends entlang der Strandpromenade durchaus lebhaft zugehen.

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Fundstück: Don’t flush your hopes down the toilet

Britischer Humor auf der Zugtoilette im Pendolino von Virgin Trains auf der West Coast Main Line auf dem Weg in den Lake District. Das Beste: Wenn man die Tür zur Toilette geschlossen hat, erfolgt eine automatische Durchsage mit genau dem selben Inhalt! Die Briten halt…

Hotel-Tipp: Premier Inn in London Sidcup

Sidcup Premier Inn Zimmer
Zimmer im Premier Inn in Sidcup

London ist ja bekannt für seine hohen Hotelpreise. Die Preise schwanken täglich, und man findet zwar immer wieder mal Schnäppchen außerhalb der Saison, oft ist jedoch unter 100 Euro kaum ein wirklich komfortables Hotelzimmer zu finden. Wer nicht unbedingt mitten im Zentrum sein muss und kein Vermögen für ein hochwertiges Hotel ausgeben möchte, dem empfehle ich die etwas außerhalb gelegenen Hotels der Kette Premier Inn. Premier Inn bietet sehr guten Service zu meist zivilen Preisen. Das ziemlich neue Premier Inn in Sidcup im Süden von London ist für mich immer wieder eine gute Wahl.

Platz vor Premier Inn in Sidcup
Blick auf die Umgebung vom Premier Inn in Sidcup

Das Hotel liegt in einer ruhigen Wohngegend und im grünen Umland. Hier gibt es Zimmer schon ab 40 Pfund die Nacht. Die Zimmer sind geräumig, technisch und optisch auf dem neusten Stand mit allem, was man als Reisender braucht, inklusive Badewanne. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Hotelneubaus befinden sich ein Supermarkt, Restaurants, Pubs und im selben Gebäude ein Coffeeshop.

Sidcup Costa Coffeeshop
Sidcup Costa Coffeeshop

Dort kann man morgens gemütlich frühstücken, sofern man kein Frühstück im Hotel gebucht hat. Das Hotel verfügt übrigens wie bei Premier Inn üblich über ein ganz gutes Restaurant mit ebenso zivilen Preisen. Direkt schräg gegenüber vom Hotel befindet sich der kleine Bahnhof von Sidcup. Von hier fahren werktags tagsüber alle 15 Minuten Züge von Southeastern nach London Charing Cross oder Cannon Street, beide Stationen befinden sich am nördlichen Ufer der Themse. Die Züge halten teilweise auch in London Bridge, bis hierhin dauert die Fahrt 22 bis 25 Minuten.

Sidcup Station Southeastern
Sidcup Station Zug von Southeastern

Das ist bequem und geht schnell, da manche Züge nur wenige Stopps haben. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten (6:30-9:30 und 16-19 Uhr), also „Off Peak“ kostet die einfache Fahrt mit Oyster Card 3,30 Pfund. Preise für Einzelfahrten kann man auf der entsprechenden TFL-Seite abfragen. Außerdem fahren von Sidcup auch Busse in alle Richtungen. Unter anderem gibt es eine direkte Linie nach Greenwich. Bustickets kosten generell 1,50 Pfund, man kann einmal umsteigen, ohne erneut zahlen zu müssen. Und nach einem anstrengenden Tag mit Sightseeing in der City ist es manchmal gar nicht so schlecht, wenn man sich am Abend in einen etwas ruhigeren Stadtteil zurückziehen kann. Eine Bahnstation näher an London liegt in der Nachbarschaft von Sidcup auch das ebenso neue Premier Inn New Eltham. Hier muss man allerdings ein paar Minuten von der Bahnstation New Eltham bis zum Hotel laufen.

Fundstück: The New Ladies Waitingroom 1962

Manchester-Piccadilly 1962
Ladies Waitingroom Bahnhof Manchester-Piccadilly 1962
Das Foto zeigt den neuen Wartesaal nur für Frauen im Bahnhof Manchester Piccadilly im Jahr 1962 nach der Umgestaltung des Bahnhofes Anfang der 60er Jahre. Reisen mit dem Zug war offenbar eine sehr deprimierende Angelegenheit, vor allem für Frauen…
British Rail Designed 1948-97
British Rail Designed 1948-97
Das Foto stammt aus dem bemerkenswerten Buch British Rail Designed 1948-97 von David Lawrence. Das Buch ist unter anderem erhältlich im Museums-Shop des London Transport Museums am Covent Garden. Dazu heißt es: This book is a very particular and very engrossing book charting the immense story of British Rail design in the period of railway nationalization from 1948 to 1997. British Rail Designed 1948 – 97 is about the design successes, and failures, of Britain’s most extensive state-sponsored industry. It is a story of people and ideas, movement, speed and colour. This book is required reading for anyone with an interest in railway and Industrial Design and Railway practice and politics.

Bahnparadies: Cambrian Line mit Barmouth Bridge, Wales

Hier mal ein paar Eindrücke von einer wunderbaren Bahnstrecke in Großbritannien, der Cambrian Line an der Westküste in Wales. Bei Barmouth fährt die Bahn entlang der Küste und eines langen Strandes über die 1867 erbaute Barmouth Bridge über den Fluss Afon Mawddach. Barmouth ist ein schöner kleiner Ort, der im Sommer viele Touristen anzieht. Die Fotos entstanden 2011, im Einsatz sind Dieseltriebwagen von Arriva Trains Wales, einer Tochter der deutschen Bahn.