Vor dem Hintergrund der aktuellen PR-Affäre bei der Deutschen Bahn sollte man auch die ganze Propaganda um Stuttgart 21 einmal unter die Lupe nehmen. Hier werden wie beim Projekt Bahn-Privatisierung ebenso mit immensem finanziellen Aufwand viele Falschinformationen und Lügen verbreitet

Eine Artikel-Serie im Fachmagazin Bahn-Report beschäftigt sich ausführlich mit den merkwürdigen Geschehnissen rund um Stuttgart 21. Das beste: Um überhaupt Baufreiheit für den Tunnelbahnhof zu bekommen, muss das Gleisvorfeld hundert Meter weiter nördlich mehr oder weniger komplett mit neuen Zufahrten, Weichen und einem neuen elektronischen Stellwerk neu aufgebaut werden. Hier wird nun im Grunde das Konzept Kopfbahnhof 21 der Kritiker umgesetzt – allerdings nur als Provisorium auf zehn Jahre…

Stuttgart: Kopfbahnhof-21

Stuttgart: Kopfbahnhof-21

Wir erinnern uns: Das Kopfbahnhof 21-Konzept wurde stets schlecht gerechnet, es hieß sogar, der modernisierte Kopfbahnhof sei so teuer wie Stuttgart 21! Und nun soll dieser Kopfbahnhof 21 quasi als Provisorium entstehen – noch bevor überhaupt ein Quadratmeter Erde für den riesigen Tunnelbahnhof ausgehoben ist…

Die Beiträge im Bahn-Report stehen als pdf auf den Seiten von Kopfbahnhof 21 zum Download bereit:
Stuttgart 21: Mit Hochgeschwindigkeit an die Wand?, Teil 1-3

Ein Beispiel für dubiose Propaganda-Aktionen im Zusammenhang mit Stuttgart 21 findet sich als Kommentar zu diesem Beitrag.

Anlässlich der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Baden-Württemberg hat der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) eine aktuelle Pressemitteilung herausgegeben, in der ein Ende von Stuttgart 21 gefordert wird. Mit einem Festhalten am Milliardengrab Stuttgart 21 ignoriere die Politik den Bürgerwillen. Der geplante Tunnelbahnhof in Stuttgart sei ein Fass ohne Boden und gehe schon heute zu Lasten des gesamten Regionalverkehrs im Land.