Der neue Bahnchef Grube macht einen klaren Schnitt und bricht endgültig mit der Ära Mehdorn. „Ein Schreckensregime, wie man mit Fug und Recht feststellen kann.“ schreibt Thomas Wüpper in der Frankfurter Rundschau.
Gleich vier Vorstände verlassen das Unternehmen noch in diesem Monat – Margret Suckale, Norbert Bensel, Norbert Hansen und Otto Wiesheu, so berichten die Nachrichten-Agenturen. Die DB trennt sich außerdem vom Leiter der Konzernrevision Josef Bähr, dem Sicherheitschef Jens Puls sowie dem Antikorruptionsbeauftragten Wolfgang Schaupensteiner. Das teilte der Konzern am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin mit. Die Frankfurter Rundschau schreibt: „Wegen des Schnüffelskandals müssen mehr als 30 Manager mit Konsequenzen rechnen.“
Damit scheint es erst mal getan, nach der Verantwortung des Aufsichtsrates und dessen Vorsitzendem Werner Müller bei der ganzen Affäre fragt niemand mehr, obwohl die beiden Sonderermittler auch dem Aufsichtsrat Versagen vorwerfen. Müller hatte sich rechtzeitig auf die Seite der Empörten geschlagen, spricht aber laut SPIEGEL im Zusammenhang mit der Datenaffäre von „unerfreulichen Vorkommnissen“.
Selbstverständlich bekommen die Geschassten, denen man angeblich kein Fehlverhalten nachweisen kann, Abfindungen in Millionenhöhe, sie haben sich ja um unser aller Bahn verdient gemacht!

Und es wird immer doller: Angeblich hat auch die Gewerkschaft Transnet die Bespitzelungsaktionen des DB-Konzerns genutzt, um ein wenig mehr über ihre eigenen Mitglieder zu erfahren! Die taz schreibt zu recht: Transnet hat seine Mitglieder verraten!