Tja, so schnell kann’s gehen: Die Affäre „Boni-Zahlungen für DB-Vorstände“ wird immer mehr zur Affäre „Tiefensee“. Die Rücktrittsforderungen nehmen zu, nachdem immer deutlicher wird, dass der Herr Tiefensee (SPD) viel früher als behauptet über die ganze Geschichte informiert war – obwohl er bereits seinen Staatssekretär entlassen hat (nach Pressemeldungen bereits der sechste in Folge!), weil dieser ihn angeblich nicht rechtzeitig informiert hatte, und jetzt, ach Gottle, leider, leider, diese unsäglichen Bonus-Zahlungen nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten! Im Grunde wollen das die Herrschaften auch gar nicht. Seien wir doch mal ehrlich: Das ist doch Usus bei uns Jungs in der freien Wirtschaft! Manager tragen sooo viel Verantwortung, dass selbst 3 Millionen per annum für Mehdorn im Grunde doch nur Peanuts sind… Und so bittet und bettelt der arme Tiefensee: „Ach Ihr bösen Manager, zeigt doch mal ein Einsehen und verzichtet doch auf das hässliche Geld!“ Übrigens haben auch die Gewerkschaftsvertreter dem üppigen Bonus und den üppigen Gehaltserhöhungen im Aufsichtsrat zugestimmt… Vielleicht kriegen ja alle nach der Privatisierung einen tollen Vorstandsposten bei der DB, so wie einst der stets für die armen DB-Mitarbeiter kämpfende Herr Hansen… Vielleicht kann man ja auch den Tiefensee irgendwo bei der DB AG parken, so wie Wiesheu und all die anderen?
Im STERN lesen Sie, was uns unsere Bahn-Vorstände so wert sind…