Ohne weitere politische Diskussionen werden nun ratzfatz weit reichende Fakten beim Börsengang der Deutschen Bahn (DB) geschaffen: „Der Aufsichtsrat der Bahn stimmte dem mit der Bundesregierung ausgehandelten Vertrag über den Börsengang am Mittwoch zu. Aufsichtsratschef Werner Müller sagte, damit seien die grundsätzlichen strukturellen und gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen für die Teilprivatisierung geschaffen.“

Nur wenige Medien berichten darüber, so etwa die Süddeutsche Zeitung. An die Börse soll ja nur die neue Tochtergesellschaft DB Mobility Logistics (ML). Sehr interessant: „Der neuen Tochter werden auch 6,3 Milliarden Euro der Konzernnettoschulden von 16,5 Milliarden Euro zugerechnet.“ Das heißt im Umkehrschluss, über 10 Milliarden Euro Schulden bleiben in der Infrastrukturgesellschaft – und die gehört auch weiterhin dem Bund und damit den Steuerzahlern…