Das gibt das Ministerium in einem Interview mit Scritti.de am 19. Juni 2008 bekannt. Statt DB Regio könnten dann auch andere Unternehmen mit modernen Fahrzeugen zum Zuge kommen. Wann die Verbesserungen kommen sollen, steht noch nicht fest. Das Innenministerium geht davon aus, dass die heutigen Schrottzüge bis 2016 im Einsatz bleiben. Ein konkretes Konzept scheint es in Stuttgart nicht zu geben.
Im Gegensatz dazu Bayern, wo man den Verkehrsvertrag mit DB Regio viel besser verhandelt hat und lieber heute als morgen die Frankenbahn ausschreiben möchte.
Inzwischen hat übrigens auch der Grüne Michael Cramer im Europaparlament nachgehakt, ob es sich auch beim „Verkehrsvertrag zwischen der Deutschen Bahn und dem Land Baden-Württemberg um unerlaubte Beihilfen“ handelt…

Juni 22, 2008 at 10:50
Leider fehlt es in Baden-Württemberg an einer umweltfreundlichen und klimaschutzorientierten Verkehrspolitik. Im Ländle werden Fahrpläne mit der Begründung „Haushaltskonsolidierung“ ausgedünnt und gleichzeitig neue Straßenbauprogramme „zur Zukunftssicherung“ aufgelegt.
Während in anderen Bundesländern durch Ausschreibungen die Kürzungen der Regionalisierungsmittel ausgeglichen werden konnten, bleiben hier die Fahrpläne reduziert und werden in Baden-Württemberg bis 2016 weiterhin „Mondpreise“ an DB Regio ohne Ausschreibung gezahlt. Bayern und Rheinland-Pfalz waren mit Ihren Wettbewerbsverfahren so erfolgreich, dass dort mit weniger Geld die Fahrpläne dennoch weiter verbessert werden können- vgl. http://www.der-takt.de/uploads/media/Landesweites_RE-Netz.pdf
http://www.der-takt.de/uploads/media/Landesweites_RE-Netz.pdf
Dort gibt es auch Konzepte für den weiteren Ausbau. In Baden-Württemberg fehlend diese Konzepte bis heute. Wenn in Baden-Württemberg die Landesregierung Ausschreibungen ankündigt, so ist zu beachten, dass der Verkehrsvertrag mit der DB bis 2016 läuft, so dass sich zuvor also aus vertraglichen Gründen gar keine Änderungen ergeben können – und Druckmittel gegenüber der DB hat man ja keine, denn da gibt es ja noch das schöne Projekt „Stuttgart 21″…